Infos zu Instant Messenger

Instant Messaging (engl. „sofortige Nachrichtenübermittlung“) ist ein Dienst, der es ermöglicht, mittels einer Software (Client), dem Instant Messenger, in Echtzeit mit anderen Teilnehmern zu kommunizieren (chatten). Dabei werden kurze Text-Mitteilungen im Push-Verfahren über ein Netzwerk (Server) an den Empfänger geschickt (meist über das Internet), auf die dieser unmittelbar antworten kann. Auf diesem Weg lassen sich auch Dateien austauschen. Zusätzlich bieten zahlreiche Messaging-Programme Video- oder Telefonkonferenzen an. In der deutschsprachigen Fachliteratur wird auch der Begriff Nachrichtensofortversand als Synonym verwendet.


In den meisten Instant Messenger-Programmen können Kontaktlisten, so genannte Buddy-Listen, erstellt werden. Dabei werden ähnlich wie in einem Adressbuch die Adressen von anderen Teilnehmern gespeichert. Darüber hinaus bekommt man angezeigt, welchen Status (online, nicht verfügbar, abwesend, nicht stören, offline usw.) dieser im IM-Netzwerk aktuell hat.

Die meisten IM-Dienste sind aufgrund verschiedener, zum Teil proprietärer Protokolle untereinander inkompatibel und werden jeweils von einem Betreiber kontrolliert. Ausnahmen sind die Protokolle

* Jabber (als Internetstandard anerkannt)
* SILC (soll ebenfalls zum Standard erhoben werden)
* SIMPLE (gibt dem SIP-Standard IM-Funktion)

AOL, dem Betreiber des AOL Instant Messengers (AIM) und seit 1998 auch Betreiber von ICQ (beide sind teilweise miteinander kompatibel), wurde im September 2002 ein US-Patent auf Instant Messaging zugesprochen.

Es gibt auch universelle IM-Software, die mehrere Protokolle beherrscht (Multi-Protokoll-Clients), so z.B. Adium, Gaim, IM2, Kopete, Miranda, SIM oder Trillian.

Jabber unterstützt die Verbindung zu anderen Protokollen serverseitig, so dass am Client nur Jabber benötigt wird (der Verbindungs-Server muss das gewünschte Protokoll unterstützen).

Darüber hinaus existieren auch Business-Lösungen zu IM, etwa "Lotus Sametime" (war kurzzeitig in Lotus Instant Messaging and Web Conferencing umbenannt) oder "Microsoft Live Communications Server". Diese haben etwa den Vorteil, in andere Anwendungen integriert werden zu können.

Entstehung des Begriffs

Der Ausdruck „Instant Message“ wurde von Paul A. Linebarger geprägt. Er beschrieb damit in seinen Science-Fiction Geschichten aus den 1960er Jahren – die er unter dem Pseudonym Cordwainer Smith verfasste – Nachrichten, die mit Überlichtgeschwindigkeit über interstellare Distanzen hinweg verschickt werden konnten. Seine „sofortigen Nachrichten“ galten als extrem teuer und er schrieb einige Episoden, die die Unerschwinglichkeit dieser Nachrichten zum Thema hatten.

Die Mitglieder der New England Science Fiction Association (die meisten waren Computerexperten) haben den Ausdruck aufgenommen und ihren wöchentlichen Newsletter so genannt. Der heutige Gebrauch des Begriffs dürfte dort seinen Ursprung haben.
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Nutzerverteilung

* AIM: Keine Daten über die aktiven Nutzer vorhanden, 195 Millionen registrierte IDs (Januar 2003)
* Gadu-Gadu: 3,6 Millionen (Januar 2005)
* ICQ: 6 Millionen aktiv, 140 Millionen total (Juni 2003) (2005 sollen es 190 Millionen sein)
* IRC: Multiple Netzwerke erschweren die Statistik, man rechnet mit mehreren Millionen Nutzern.
* Jabber: 4 Millionen total (Oktober 2003)
* MSN: 27,3 Millionen aktiv, 155 Millionen total (April 2005)
* Yahoo Messenger: 19,1 Millionen im Mai 2002

 

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